Japan Aug 9, 2026Zu Lesezeichen hinzufügen

Kiyoshi Kurosawa, Meister des japanischen Genrekinos, liefert sein erstes Chambara. Kotaku stellt es Astérix und die Odyssee gegenüber: zwei Reiseerzählungen, zwei radikal unterschiedliche Visionen von Schicksal und Heldentum.
Kiyoshi Kurosawa (黒沢清) – nicht zu verwechseln mit Akira Kurosawa (黒澤明) – ist einer der angesehensten japanischen Filmemacher seiner Generation. Bekannt vor allem für seine Horror- und Genre-Filme (Cure, 1997; Kairo / Pulse, 2001; Tokyo Sonata, 2008) hat er ein Werk geschaffen, das auf existenzieller Unbehagen, verlassenen städtischen Räumen und einer Art des Umgangs mit Horror basiert, die gleichermaßen der Psychologie wie dem Übernatürlichen verpflichtet ist.
Sein erster Chambara (チャンバラ) – das Genre des japanischen Schwertfilms, wörtlich „Klingenklirren“ – ist daher ein Ereignis in der japanischen Filmkultur. Der Film trägt den Titel The Samurai and the Prisoner (englischer Titel). Dass ein Regisseur dieses Formats erstmals den Jidaigeki (時代劇, Historienfilm) aufgreift, verdient Beachtung.
Der Artikel von Kotaku wählt einen ungewöhnlichen Blickwinkel, indem er The Samurai and the Prisoner mit dem Animationsfilm Asterix und die große Überfahrt vergleicht. Diese Gegenüberstellung dient einer These zu zwei gegenüberstehenden Philosophien der epischen Reise:
Dies ist ein sehr japanischer Blick auf das Heldenepos: die konfuzianische Hommage an Disziplin und den Weg (dō, 道) statt an den Sieg.
The Samurai and the Prisoner zeigt einen Herrscher mit guten Absichten, der letztlich die Tradition verrät – eine typische moralische Spannung des Jidaigeki. Kurosawa hat die Spannung zwischen Tradition und Moderne in fast allen seinen Filmen erkundet; sie über das Chambara (ein Genre, das tief im Japan der Edo-Zeit verwurzelt ist) anzugehen, passt zu seinem Werdegang.
Chambara ist das japanische Äquivalent zum amerikanischen Western: ein populäres Genre, das in einer bestimmten historischen Epoche (Edo-Zeit, Meiji-Zeit) angesiedelt ist, mit eigenen Codes, Archetypen (der wandernde Ronin, der korrupte Beamte, der unterdrückte Bauer) und Meistern (Akira Kurosawa, Masaki Kobayashi, Kenji Misumi).
Kiyoshi Kurosawa ist ein Regisseur, dem wir seit Cure (1997) folgen. Dass er sich nun dem Chambara zuwendet, könnte etwas bedeuten: Vielleicht ein Wunsch, sich dem grundlegenden Genre des japanischen Genre-Kinos zu stellen, vielleicht eine Reflexion über das Erbe des anderen Kurosawa. Der Vergleich mit Asterix ist die rhetorische List eines englischsprachigen Kritikers, um den Gedanken zugänglich zu machen – doch dahinter steckt eine echte Frage darüber, was Reiseerzählungen über unsere jeweiligen Kulturen aussagen.
Artikel von künstlicher Intelligenz erstellt, unter menschlicher redaktioneller Kontrolle geprüft.