Japan yesterdayZu Lesezeichen hinzufügen

SoraNews24 führt einen Lexikon des japanischen Baseballs auf, das weit über die Anglizismen hinausgeht. Kleine Reise in eine Sprache, die einen amerikanischen Sport neu geschrieben hat.
Der Baseball in Japan wird 野球 (yakyū, « Ball der Felder ») genannt - ein Neologismus, der 1894 von Chūma Kanoe (中馬庚) geprägt wurde, einem Spieler der Ersten Oberschule (Ichikō), der die erste japanische Geschichte des Sports verfasste. Der Begriff wurde lange dem großen Dichter Masaoka Shiki (1867-1902) zugeschrieben - selbst ein leidenschaftlicher Spieler und Schöpfer mehrerer bis heute gebräuchlicher Baseballbegriffe, wie 打者 (dasha, « Schläger ») oder 走者 (sōsha, « Läufer »). Die Historiker haben seitdem Chūma als den Erfinder des zentralen Begriffs wiederhergestellt, während sie Shiki seine unersetzliche Rolle als Popularisierer überließen, insbesondere in seinen Haiku und Essays.
Viele denken auch, dass der Baseball mit der amerikanischen Nachkriegsbesatzung nach Japan kam; das ist ein weiterer Irrtum. Das Spiel wird dort seit 1872 gespielt, eingeführt durch den amerikanischen Lehrer Horace Wilson an der Kaisei-Schule (heute die Universität von Tokio).
Auf diesem über 150 Jahre alten Boden hat das Japanische ein eigenes Vokabular entwickelt. Ein Artikel von SoraNews24 vom 19. Juli 2026 erinnert an einige Perlen.
Zwei Dinge. Zunächst die systematische Fähigkeit der Sprache, zu übersetzen statt zu entlehnen, in einer für die Neologismen der Meiji-Ära (Ende des 19. Jahrhunderts) typischen Logik. Man sieht dieselbe Bewegung bei 電話 (denwa, « Draht-Wort » = Telefon) oder 経済 (keizai, « regieren-Hilfe » = Wirtschaft).
Dann die Verwendung von dramatischem Vokabular - 刺 (stechen), 殺 (töten) - angewendet auf ein Spiel. Diese sportliche Hyperbel ist im Japanischen alltäglich: man findet ähnliche Ausdrücke im Sumō (« hinrichten » einen Gegner) oder im Kendō (wo das Vokabular offen kriegerisch ist - normal, es stammt aus der Kampfkunst). Der japanische Sportler sieht darin weder Gewalt noch Zynismus: es sind technische festgelegte Begriffe, deren dramatischer Sinn sich durch Gebrauch abgeschwächt hat.
Der Aufstieg von Shōhei Ōtani - der japanische Star der MLB, sowohl Pitcher als auch Schläger - hat das westliche Interesse am japanischen Baseball wiederbelebt. Diese Begriffe, die folkloristisch erscheinen konnten, gewinnen ein internationales Publikum. Amerikanische Kommentatoren beginnen, ihre Sendungen mit Ausdrücken wie « sayonara home run » (der gewinnende Home Run am Ende des Spiels, wörtlich « auf Wiedersehen ») zu würzen. Das japanische Vokabular setzt seine Reise fort, in die andere Richtung.
Ein Wort zum Schluss: jenseits des Folkloristischen erzählen diese Begriffe eine japanische Art, die Welt zu benennen - präzise, bildhaft, oft mit einer Schwere, die das ausländische Ohr überrascht. Ein schönes Material für diejenigen, die die Sprache studieren.
Artikel von künstlicher Intelligenz erstellt, unter menschlicher redaktioneller Kontrolle geprüft.