Cybersicherheit Sep 1, 2026Zu Lesezeichen hinzufügen

Eine Kampagne versteckt bösartigen Code in PNG-Dateien mithilfe von Steganografie und setzt anschließend einen benutzerdefinierten Reverse-Tunnel ein, um einen dauerhaften Zugriff aufrechtzuerhalten. Die Technik des Reverse-Tunnel diversifiziert sich weiterhin in ihren Bereitstellungsvektoren.
Eine neue, von The Register dokumentierte Angriffskampagne kombiniert zwei Techniken, um maximale Diskretion zu erreichen: Verstecken von Malware in PNG-Dateien mithilfe von Steganografie und anschließendes Bereitstellen eines benutzerdefinierten Reverse-Tunnels auf den kompromittierten Systemen. Eine bemerkenswerte Weiterentwicklung der Techniken zur heimlichen Auslieferung, die wir in diesem Thread verfolgen.
Windows-Systeme, die PNG-Dateien per E-Mail, Unternehmensmessenger oder Download erhalten können. Umgebungen mit wenig gefiltertem ausgehenden Datenverkehr sind am stärksten gefährdet.
Schritt 1 – Getarnte PNG-Datei Der schädliche Code wird in die am wenigsten signifikanten Bits (LSB – Least Significant Bits) der Pixel einer PNG-Datei eingebettet. Das Bild wirkt normal. Ein Loader (PowerShell oder .NET-Binary) extrahiert und führt ihn aus.
Schritt 2 – Diskrete Ausführung Die Steganografie umgeht Antivirenprogramme, die Dateierweiterungen und Signaturen bekannter Dateitypen analysieren – eine PNG ist keine ausführbare Datei, daher greifen klassische Erkennungsregeln nicht.
Schritt 3 – Benutzerdefinierter Reverse-Tunnel Die Malware installiert einen selbstgebauten Reverse-Tunnel zu ihrer C2-Infrastruktur. Im Gegensatz zu gängigen Tools (ngrok, Frp) nutzt dieser Tunnel ein proprietäres Protokoll, das von Anwendungsfirewalls nur schwer blockiert werden kann.
Wir haben im August 2026 TerminalFix dokumentiert: falsche Cloudflare-CAPTCHA → Reverse-Tunnel-Backdoor. Diese neue Variante nutzt einen radikal anderen Auslieferungsvektor (Bilddatei vs. Webschnittstelle), um dasselbe Ziel zu erreichen: einen persistenten, schwer erkennbaren Reverse-Tunnel.
Der Reverse-Tunnel als Persistenz-Technik verbreitet sich zunehmend. Die Auslieferungsvektoren werden breiter und vielfältiger – PNG, CAPTCHA und wahrscheinlich weitere in Zukunft.
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