Cybersicherheit Aug 28, 2026Zu Lesezeichen hinzufügen

Forschende stellen GPUThor vor, einen Rowhammer-Angriff, der auf NVIDIA-GPUs angewendet wird und die ECC-Speichersicherung auf einer RTX A6000 umgeht und Root-Rechte auf dem Host-System erlangt. Ein neuer Vektor zur Privilegieneskalation, der die Hardware-Schicht betrifft.
GPUThor ist ein Rowhammer-Angriff (Row Hammer), der auf NVIDIA-GPUs angewendet wird. Dokumentiert von akademischen Forschern und von The Hacker News aufgegriffen, zielt er auf den GDDR6-Speicher einer NVIDIA RTX A6000 ab und umgeht dabei den ECC (Error-Correcting Code, fehlerkorrigierender Code) – eine Hardware-Schutzmaßnahme, die Rowhammer eigentlich wirkungslos machen sollte.
Das Endziel: Eine Root-Shell auf dem System zu erlangen, ausgehend von einem nicht privilegierten Kontext (Privilege Escalation zu einer Root-Shell). Das Ergebnis wurde auf einer NVIDIA RTX A6000 demonstriert.
Rowhammer (auf Deutsch „Reihenhammer“) ist eine Angriffstechnik, die einen physikalischen Defekt in DRAM-Speicherchips ausnutzt: Durch extrem häufiges und schnelles Zugreifen auf eine Speicherreihe können Bitflips in benachbarten Reihen ausgelöst werden – ohne direkten Zugriff darauf. Diese Bitflips können kritische Daten korrumpieren: kryptografische Schlüssel, Seitentabelleneinträge oder Berechtigungsbits.
ECC (fehlerkorrigierender Code) ist die klassische Hardware-Antwort auf Rowhammer: Der Chip erkennt und korrigiert Bitfehler in Echtzeit. Professionelle GPUs (RTX A6000, A100, H100) verfügen aus diesem Grund über ECC – insbesondere für ML/HPC-Workloads, bei denen die Integrität der Berechnungen entscheidend ist.
GPUThor zeigt, dass dieser Schutz auf der RTX A6000 nicht absolut ist.
Am stärksten exponiert sind Umgebungen, in denen mehrere Benutzer oder VMs einen physischen GPU teilen:
GPUs für den Consumer-Bereich ohne ECC (RTX 4090, RTX 5090) sind nicht durch ECC geschützt – doch GPUThor demonstriert speziell das Umgehen von ECC auf professioneller Hardware. Consumer-GPUs haben andere Rowhammer-Anfälligkeitsprofile.
GPUThor fügt sich in einen breiteren Trend ein: Hardware-Level-Angriffe auf GPUs gewinnen an Komplexität, da GPUs zu kritischen Komponenten der Infrastruktur werden. Im Jahr 2026 verarbeitet eine A6000-GPU in einem ML-Cluster vertrauliche Trainingsdaten, proprietäre Modellgewichte und potenziell Authentifizierungstokens.
Eine Privilegieneskalation bis zur Root-Shell aus dem GPU-Kontext – falls die Technik reproduzierbar und verallgemeinerbar ist – ist ein Szenario, das die Sicherheitsteams von Hyperscalern sehr ernst nehmen.
Rowhammer wurde seit 2014 auf DRAM (System-RAM) dokumentiert. Die Anwendung auf GDDR (Grafikspeicher) ist komplexer, da sich Architektur, Controller und Timings unterscheiden. GPUThor zeigt, dass das Prinzip auf GDDR6 mit ECC ausnutzbar bleibt – eine bemerkenswerte Premiere auf professioneller NVIDIA-Hardware.
Sofortmaßnahmen:
nvidia.com/en-us/security/) – die Veröffentlichung eines spezifischen Advisories zu GPUThor sollte beobachtet werden.Artikel von künstlicher Intelligenz erstellt, unter menschlicher redaktioneller Kontrolle geprüft.