Cybersicherheit 5 min agoZu Lesezeichen hinzufügen

Forschende von mysk.blog haben entdeckt, dass WebKit – die obligatorische Engine aller iOS-Browser – DNS-Anfragen sendet und die tatsächliche IP-Adresse preisgibt, bevor der Proxy-Tunnel aufgebaut ist. iCloud Private Relay schützt nicht vor diesem Verhalten.
Die Forscher von mysk.blog haben eine undichte Stelle in WebKit dokumentiert (der Rendering-Engine, die Apple allen Browsern auf iOS/iPadOS über die App-Store-Regeln vorschreibt): In bestimmten Netzwerkkonfigurationen sendet WebKit DNS-Anfragen oder stellt TCP-Verbindungen her, bevor der konfigurierte Proxy aktiv ist, wodurch Folgendes offengelegt wird:
Dieses Verhalten umgeht iCloud Private Relay (Apples Netzwerkprivatsphäre-Funktion für iCloud+-Abonnenten) sowie manuell konfigurierte VPNs und Proxys.
Betroffene Nutzer:
WKWebView nutzen (die Standard-WebKit-Komponente für Webviews in iOS-Apps)Möglicherweise exponierte Daten:
Die undichte Stelle ist teilweise und bedingt – sie betrifft nicht alle Anfragen, sondern bestimmte Arten des Ressourcenladens. Dennoch reicht sie aus, um die Netzwerkprivatsphäre in sensiblen Kontexten zu gefährden.
Auf Android nutzt Chrome Blink, Firefox Gecko. Auf iOS müssen alle Browser – Chrome, Firefox, Brave, Opera, DuckDuckGo – WebKit nutzen, aufgrund der App-Store-Regeln. Eine Schwachstelle in WebKit betrifft daher gleichzeitig 100 % der iOS-Browser, unabhängig vom Herausgeber.
Apple hat eine teilweise Ausnahme für alternative Browser in der Europäischen Union eingeführt (DMA, 2024), aber die Mehrheit der iOS-Nutzer weltweit bleibt auf WebKit angewiesen.
Nutzer:
Entwickler:
WKWebView-Komponenten mit aktivem Proxy und einem Netzwerkverkehrsanalyse-Tool (Charles Proxy, mitmproxy), um mögliche Anfragen außerhalb des Tunnels zu erkennenWenn Sie iCloud Private Relay oder ein VPN auf iOS nutzen, um Ihre Netzwerkprivatsphäre zu schützen: Installieren Sie das nächste iOS-Update sobald verfügbar. Bis dahin sollten Sie sich nicht auf diese Schutzmaßnahmen für vollständige Anonymität verlassen.
Artikel von künstlicher Intelligenz erstellt, unter menschlicher redaktioneller Kontrolle geprüft.