Cybersicherheit Aug 14, 2026Zu Lesezeichen hinzufügen
Eine unauthentifizierte RCE-Schwachstelle in SAP Commerce Cloud wird bereits drei Tage nach dem Patch von Angreifern ausgenutzt. Große Unternehmen mit B2B- und B2C-E-Commerce-Plattformen sind im Visier.
Eine Schwachstelle mit höchster Schweregrad, die SAP Commerce Cloud (ehemals SAP Hybris, die SAP-E-Commerce-Plattform für Unternehmen) betrifft, wird in einer aktiven Kampagne ausgenutzt – nur drei Tage nach Veröffentlichung des Patches. Die Lücke ermöglicht eine RCE (Remote Code Execution, Ausführung von Code aus der Ferne) ohne vorherige Authentifizierung. Der Alarm kommt von der Threat-Intelligence-Firma Defused.
SAP Commerce Cloud wird von vielen großen Unternehmen für B2B- und B2C-E-Commerce-Plattformen genutzt – von Händlern, Herstellern und Vertrieben. Wenn Ihre Organisation eine SAP-Commerce-Cloud-Instanz mit Internetzugang betreibt, betrachten Sie diese Warnung als kritisch.
Der Zeitraum zwischen der Veröffentlichung eines Patches und der aktiven Ausnutzung verkürzt sich von Jahr zu Jahr. Drei Tage sind mittlerweile ein üblicher Zeitraum für kritische Schwachstellen in weit verbreiteten Softwareprodukten: Angreifer automatisieren das Reverse Engineering von Patches, um technische Details der Lücke zu extrahieren, bevor die meisten Organisationen die Aktualisierung bereitstellen konnten.
SAP Commerce Cloud bietet eine besonders attraktive Angriffsfläche:
Die nicht authentifizierte RCE ist das schwerwiegendste Szenario: Ein Angreifer ohne gültige Anmeldedaten kann beliebigen Code auf dem Server ausführen.
Dies ist der gemessene Zeitraum zwischen der Veröffentlichung des SAP-Patches und den ersten dokumentierten aktiven Ausnutzungen durch Defused. Das kritische Patch-Fenster wird mittlerweile in Stunden gemessen, nicht in Wochen.
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